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Auslands-Immobilien-Fonds (Pendler ohne Parkplätze)

Es hätte so schön sein können. Eine große, neue, gut vermietete Geschäftsimmobilie im benachbarten europäischen Ausland. Sprudelnde Mieteinnahmen. Und am Ende der Fondslaufzeit der Verkauf des Gebäudes zu einem deutlich gestiegenen Wert.

Wenn da nur nicht dieses lästige, kleine Parkplatzproblem wäre …

Es ist kaum zu glauben, wie fahrlässig Initiatoren einer Anlage mitunter erhebliche Risiken für das Kapital ihrer Anleger in Kauf nehmen.

Der Verkaufsprospekt ließ nichts Böses ahnen. Ein modernes Bürogebäude in der Peripherie einer europäischen Metropole. Einige Teile waren bereits fertiggestellt, andere befanden sich noch im Bau.

Im Prospekt heißt es: „Alle zur Erreichung der Anlageziele erforderlichen Genehmigungen liegen vor“. Davon durften die Anleger bei einem seriösen Anbieter auch ausgehen.

Das böse Erwachen folgte einige Jahre später. Das zuständige Verwaltungsgericht urteilte rechtskräftig, dass ein Großteil der errichteten Parkplätze nicht genehmigungsfähig war. Keine gute Nachricht für einen Komplex, in dem überwiegend Pendler arbeiten und der nicht über öffentliche Verkehrsmittel erreichbar ist. Die Folge: Ein rapider Wertverlust des Gebäudes, drohende Schadensersatzansprüche und eine stark eingeschränkte Vermietbarkeit des Objekts.

Der Anbieter versucht zwar, die Auswirkungen des „Parkplatz-Problems“ herunterzuspielen und die Anleger mit angeblich bevorstehenden Ausschüttungen zu beruhigen. Der Tag der Wahrheit rückt jedoch unerbittlich näher. Am Ende der Fondslaufzeit soll das Gebäude verkauft werden. Der Erlös soll für die Rückführung eines erheblichen Bankdarlehens sowie für Ausschüttungen an die Anleger reichen.

Dabei existiert schon jetzt ein im Bankauftrag erstelltes Gutachten, das den drastisch eingebrochenen Wert der Immobilie belegt. Die Rechnung des Anbieters kann also nicht mehr aufgehen.

Wir lassen uns von den schönfärbenden Aussagen nicht blenden, sondern vertrauen im Sinne unserer Mandanten auf die von uns ermittelten Fakten. Andernfalls droht ein unangenehmes Szenario: Die Anleger könnten erhebliche Kapitalverluste erleiden, während ihre Schadensersatzansprüche verjährt sind. Das wollen wir verhindern.

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